Bürgermeisterkandidatin Anja Morell präsentiert Plan zur Wirtschaftsförderung
Bürgermeisterkandidatin Anja Morell hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Unternehmen in Seesen besucht und mit deren Geschäftsführungen gesprochen. Ihr Ziel: Sie möchte den Wirtschaftsstandort Seesen noch attraktiver machen. Ein Schlüssel könnte das Fachkräftethema sein, bei dem es konkretes, koordiniertes Handeln benötige.
Bei ihren zahlreichen Unternehmensbesuchen wurde der unabhängigen Bürgermeisterkandidatin deutlich: „Die beste Standortlage nutzt wenig, wenn Betriebe keine Fachkräfte finden. Fast alle Geschäftsführer, mit denen ich gesprochen habe, sagen dasselbe: Es fehlen die Hände und Köpfe, um Aufträge umzusetzen.“ Und alle seien überzeugt: Der Fachkräftemangel werde sich in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen.
Eine Lösung könne sein, das Handwerk in den Betrieben aktiv erlebbar zu machen. „Mit praktischen Workshops, Wettbewerben und klarer Arbeitgebermarke können wir die Neugier wecken, um Auszubildende zu gewinnen. Mit den Handwerksbetrieben möchte ich dafür ein Konzept entwickeln“, sagt Anja Morell.
Ein weiterer Lösungsweg, den die unabhängige Bürgermeisterkandidatin aktiv in die Unternehmensgespräche eingebracht hat, ist ein Qualifizierungsprogramm für das beschleunigte Fachkräfteverfahren. Ziel dieses Programms ist es, Sprachkenntnisse zu erweitern, Regeln für ein gutes Miteinander in der Stadt zu vermitteln sowie Fachwissen auszubauen. Ein Mentoring- oder Patenschaftsmodell könnte das Konzept ergänzen.
Doch zu Wirtschaftsförderung gehöre noch mehr: „Ich sehe es als eine zentrale Aufgabe der Stadt an, den Wirtschaftsstandort Seesen noch attraktiver zu machen, proaktiv Investoren anzusprechen und die Verwaltungsprozesse so aufzustellen, dass Ansiedlungen möglichst zügig und unkompliziert gelingen“, sagt Anja Morell. Bürokratische Hürden abzubauen und die Betriebe beim Erwerb neuer Flächen zu unterstützen, sei darüber hinaus ebenso unerlässlich, wie neue Unternehmensansiedlungen und Bestandsvergrößerungen zu ermöglichen.
Anja Morell betont: „Wenn wir die Wirtschaft in Seesen gemeinsam denken, kann aus einer Zusammenarbeit eine enorme Chance für Handwerk, Handel, Verwaltung bis hin zur Industrie entstehen.“
Die Resonanz bei den besuchten Unternehmen sei durchweg positiv: Mehrere Geschäftsführungen haben beispielsweise bereits Interesse bekundet, sich an einem gemeinsamen Qualifizierungsprogramm für neu einreisende Fachkräfte beteiligen zu wollen.
Dass die Bürgermeisterkandidatin solche Vorhaben zwischen mehreren Unternehmen, Behörden und Bildungsträgern koordinieren kann, beruhe auf ihrer aktuellen beruflichen Praxis: Als Diplom-Verwaltungswirtin leitet Anja Morell seit Jahren das Bürgeramt der Stadt Kassel mit mehr als 330 Mitarbeitenden. Sie war zudem mehrere Jahre Personalentwicklerin. „Ein Amt dieser Größenordnung zu führen, erfordert genau die Fähigkeiten, die auch die Wirtschaftsförderung einer Stadt erfolgreich machen: unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, Zuständigkeiten klar zu regeln und Prozesse verlässlich zum Abschluss zu bringen“, betont Seesens Bürgermeisterkandidatin Anja Morell abschließend.